Minocin im Überblick
Minocin ist ein Markenname für ein Antibiotikum mit dem Wirkstoff Minocyclin. Es gehört zur Gruppe der Tetrazykline und wird zur Behandlung bestimmter bakterieller Infektionen eingesetzt. Die Anwendung sollte immer auf einer ärztlichen Diagnose und einer individuellen Nutzen-Risiko-Abwägung beruhen.
Antibiotika wirken nicht gegen Viren, etwa bei Erkältungen oder Grippe. Eine unnötige oder falsche Einnahme kann Nebenwirkungen fördern und zur Entwicklung resistenter Bakterien beitragen. Minocin sollte daher nur für die verordnete Erkrankung und über die festgelegte Dauer angewendet werden.
Die Verfügbarkeit von Markenpräparaten, Packungsgrößen und Stärken kann in Österreich variieren. Bei einer Bestellung sollte die genaue Bezeichnung auf dem Rezept mit dem angebotenen Arzneimittel abgeglichen werden. Apothekerinnen, Apotheker und behandelnde Ärztinnen oder Ärzte können bei Fragen zur Austauschbarkeit beraten.
Wirkstoff und Entwicklung von Minocyclin
Der aktive Wirkstoff von Minocin ist Minocyclin, ein halbsynthetisch weiterentwickeltes Tetrazyklin-Antibiotikum. Es wurde entwickelt, um Eigenschaften natürlicher Tetrazykline gezielt zu verändern und die antibakterielle Wirkung gegen empfindliche Erreger zu nutzen. Minocyclin wird seit vielen Jahrzehnten medizinisch untersucht und eingesetzt.
Die Geschichte der Tetrazykline begann mit der Erforschung von Stoffwechselprodukten bestimmter Bodenbakterien. Daraus entstanden mehrere Wirkstoffe, deren chemische Struktur später weiterentwickelt wurde. Minocyclin zählt zu diesen späteren, semisynthetischen Vertretern.
Die heutige Anwendung orientiert sich nicht allein am Präparatnamen, sondern an Erregerempfindlichkeit, Infektionsort und persönlichen Gesundheitsfaktoren. Bei manchen Infektionen ist eine mikrobiologische Untersuchung sinnvoll. Dadurch lässt sich besser beurteilen, ob Minocyclin ein geeignetes Antibiotikum ist.
Anwendungsgebiete bei bakteriellen Infektionen
Minocin kann je nach Zulassung, ärztlicher Einschätzung und Empfindlichkeit des Erregers bei bestimmten bakteriellen Infektionen eingesetzt werden. Ein häufig besprochenes Anwendungsgebiet ist entzündliche Akne, wenn andere Maßnahmen nicht ausreichend wirksam oder nicht geeignet sind. Auch für weitere Infektionen kann Minocyclin in Betracht kommen, sofern ein medizinischer Grund besteht.
Bei Akne ist das Ziel nicht nur, sichtbare Hautveränderungen zu reduzieren, sondern auch neue entzündliche Läsionen zu begrenzen. Ein Behandlungserfolg kann Zeit benötigen und wird häufig in regelmäßigen Abständen kontrolliert. Die Kombination mit örtlichen Aknebehandlungen richtet sich nach dem individuellen Therapieplan.
Bei akuten Infektionen ist es wichtig, die Symptome medizinisch einordnen zu lassen. Fieber, starke Schmerzen, Atemnot, rasch zunehmende Rötungen oder eine deutliche Verschlechterung erfordern eine zeitnahe ärztliche Abklärung. Minocin ist nicht zur Selbstbehandlung unklarer Beschwerden gedacht.
Wie Minocin im Körper wirkt
Minocyclin hemmt in empfindlichen Bakterien die Bildung von Proteinen, die für Wachstum und Vermehrung erforderlich sind. Dazu bindet der Wirkstoff an bakterielle Ribosomen. Dadurch kann sich die Bakterienpopulation nicht weiter vermehren und das Immunsystem wird bei der Infektabwehr unterstützt.
Die Wirkung hängt davon ab, ob der auslösende Erreger gegenüber Minocyclin empfindlich ist. Resistente Bakterien sprechen nicht zuverlässig auf die Behandlung an. Deshalb ersetzt ein Antibiotikum weder eine korrekte Diagnose noch notwendige Kontrolluntersuchungen.
Bei entzündlicher Akne können zusätzlich entzündungsmodulierende Eigenschaften von Tetrazyklinen klinisch relevant sein. Das bedeutet nicht, dass Minocin für jede Form von Akne geeignet ist. Die Auswahl der Therapie berücksichtigt Schweregrad, bisherige Behandlungen und mögliche Gegenanzeigen.
Einnahme und praktische Anwendung
Minocin ist genau nach ärztlicher Verordnung einzunehmen. Die Dosierung, Einnahmehäufigkeit und Behandlungsdauer unterscheiden sich je nach Erkrankung, Alter, Körperfunktion und Begleitmedikation. Änderungen sollten nicht eigenmächtig vorgenommen werden, auch wenn Beschwerden schneller nachlassen.
Kapseln oder Tabletten werden üblicherweise mit einem vollen Glas Wasser eingenommen. Sie sollten nicht unmittelbar vor dem Hinlegen geschluckt werden, weil Tetrazykline die Speiseröhre reizen können. Die Packungsbeilage und die konkreten Hinweise der verschreibenden Praxis haben Vorrang.
Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium, Aluminium, Eisen und Zink können die Aufnahme von Minocyclin beeinträchtigen. Dazu zählen unter anderem manche Antazida, Nahrungsergänzungen und mineralstoffreiche Präparate. Ein zeitlicher Abstand kann erforderlich sein und sollte mit der Apotheke oder Arztpraxis abgestimmt werden.
Darreichungsformen und verfügbare Stärken
Minocyclin wird je nach Markt und zugelassenem Produkt vor allem als orale Kapsel oder Tablette angeboten. Die verfügbaren Stärken können sich zwischen Herstellern und Packungen unterscheiden. Häufig anzutreffende Stärken liegen beispielsweise im Bereich von 50 mg oder 100 mg, ohne dass dies eine Dosierungsempfehlung darstellt.
Einige Präparate unterscheiden sich in ihrer Freisetzung oder in den zugelassenen Anwendungsbereichen. Deshalb darf eine Packung nicht allein anhand der Milligrammzahl als gleichwertig angesehen werden. Vor einem Wechsel sollten Wirkstoff, Arzneiform und Einnahmehinweise geprüft werden.
Bei Schluckbeschwerden oder besonderen medizinischen Anforderungen kann eine individuelle Beratung sinnvoll sein. Kapseln sollten nicht ohne Rücksprache geöffnet, geteilt oder verändert werden. Die richtige Form unterstützt eine sichere und verlässliche Anwendung.
Wirkeintritt, Wirkdauer und Ausscheidung
Bei bakteriellen Infektionen kann sich eine erste Besserung innerhalb weniger Tage zeigen, dies hängt jedoch stark von Erkrankung und Erreger ab. Bei Akne ist eine sichtbare Veränderung oft erst nach mehreren Wochen konsequenter Behandlung beurteilbar. Ein fehlender oder nachlassender Effekt sollte ärztlich abgeklärt werden.
Minocyclin hat eine vergleichsweise längere Verweildauer im Körper als manche andere Antibiotika. Die Eliminationshalbwertszeit wird in Fachinformationen häufig im Bereich von etwa 11 bis 26 Stunden beschrieben, kann aber individuell abweichen. Nach mehreren Halbwertszeiten ist der größte Teil ausgeschieden, wobei dies kein Maß für die klinische Wirkdauer ist.
Leber- und Nierenfunktion, Alter sowie gleichzeitig eingenommene Arzneimittel können die Verarbeitung beeinflussen. Auch nach dem Absetzen können einzelne unerwünschte Wirkungen weiter beobachtet werden müssen. Bei ungewöhnlichen Beschwerden ist medizinischer Rat wichtig.
Wissenschaftliche Erkenntnisse und Therapiekontrolle
Die klinische Verwendung von Minocyclin beruht auf pharmakologischen Daten, mikrobiologischen Untersuchungen und Studien zu bestimmten Infektionen. Die Qualität der Evidenz und der Nutzen unterscheiden sich je nach Anwendungsgebiet. Aktuelle Behandlungsleitlinien berücksichtigen zudem Resistenzentwicklung und sichere Antibiotikaanwendung.
Bei längerfristigen Anwendungen, etwa bei Akne, ist eine regelmäßige Überprüfung besonders wichtig. Dabei wird beurteilt, ob der erwartete Nutzen erreicht wird und ob eine Anpassung oder Beendigung der Therapie angezeigt ist. Eine unnötig lange Einnahme sollte vermieden werden.
Die Forschung zu Antibiotika verändert sich mit neuen Resistenzdaten fortlaufend. Deshalb kann eine frühere Behandlungsempfehlung nicht automatisch für jede aktuelle Situation gelten. Die behandelnde Fachperson kann Studienlage, lokale Resistenzsituation und individuelle Risiken zusammenführen.
Nebenwirkungen und mögliche allergische Reaktionen
Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören Übelkeit, Bauchbeschwerden, Durchfall, Schwindel, Kopfschmerzen oder Hautreaktionen. Minocyclin kann außerdem die Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht erhöhen. Sonnenschutz und das Meiden intensiver UV-Exposition können während der Anwendung sinnvoll sein.
Seltenere, aber ernst zu nehmende Reaktionen können starke Hautausschläge, Fieber, Gelbfärbung von Haut oder Augen, ausgeprägte Müdigkeit oder ungewöhnliche Blutergüsse umfassen. Auch eine anhaltende oder schwere Durchfallerkrankung während oder nach einer Antibiotikabehandlung gehört ärztlich abgeklärt. Bei solchen Anzeichen sollte das weitere Vorgehen unverzüglich medizinisch besprochen werden.
Eine allergische Reaktion kann sich durch Nesselausschlag, Schwellungen im Gesicht oder Rachen, Atemprobleme oder Kreislaufbeschwerden zeigen. Bei Atemnot, Schwellung im Mund- und Rachenraum oder Ohnmacht ist sofort Hilfe über den Notruf 144 in Österreich erforderlich. Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Minocyclin oder andere Tetrazykline sollten das Arzneimittel nicht ohne ärztliche Rücksprache einnehmen.
Wer Minocin nicht oder nur eingeschränkt anwenden sollte
Minocin ist bei einer bekannten Allergie gegen Minocyclin, andere Tetrazykline oder bestimmte Bestandteile des Präparats nicht geeignet. Auch bei schweren Lebererkrankungen oder relevanten Vorerkrankungen kann eine besondere Nutzen-Risiko-Prüfung notwendig sein. Alle bekannten Diagnosen und früheren Arzneimittelreaktionen sollten vor Beginn genannt werden.
Tetrazykline werden im Allgemeinen während Schwangerschaft und Stillzeit nur nach strenger ärztlicher Beurteilung eingesetzt. Sie können die Entwicklung von Zähnen und Knochen beim Kind beeinträchtigen. Bei bestehender oder geplanter Schwangerschaft sollte vor der Einnahme medizinische Beratung erfolgen.
Für Kinder unter 8 Jahren sind Tetrazykline in der Regel nicht vorgesehen, sofern nicht eine besondere ärztliche Indikation besteht. Der Grund sind mögliche dauerhafte Verfärbungen der Zähne und Einflüsse auf die Knochenentwicklung. Für Jugendliche gelten je nach Erkrankung, Körpergewicht und Präparat individuelle Vorgaben.
Wechselwirkungen mit Arzneimitteln und Alkohol
Minocyclin kann mit mehreren Arzneimitteln und Ergänzungsmitteln wechselwirken. Besonders relevant sind Präparate mit Calcium, Magnesium, Aluminium, Eisen oder Zink, da sie die Aufnahme im Magen-Darm-Trakt vermindern können. Auch gerinnungshemmende Medikamente, bestimmte Aknebehandlungen und weitere Antibiotika sollten vorab angegeben werden.
Die gleichzeitige Anwendung mit systemischen Retinoiden, etwa Isotretinoin, kann das Risiko eines erhöhten Hirndrucks steigern. Starke Kopfschmerzen, Sehstörungen, Übelkeit oder Erbrechen während einer solchen Behandlung müssen rasch ärztlich beurteilt werden. Eine vollständige Medikamentenliste hilft, vermeidbare Risiken zu erkennen.
Für Alkohol besteht keine allgemein gültige Aussage, die für jede Person und jede Behandlungssituation passt. Alkohol kann Magenbeschwerden, Schwindel oder Belastungen der Leber verstärken und die zuverlässige Einnahme erschweren. Während einer Antibiotikatherapie ist Zurückhaltung sinnvoll und bei Leberproblemen besonders wichtig.
Abhängigkeit, Überdosierung und Notfallmaßnahmen
Minocin verursacht nach heutigem medizinischem Verständnis keine körperliche Abhängigkeit oder Suchterkrankung. Dennoch darf das Präparat nicht nach Belieben eingenommen, weitergegeben oder für spätere Beschwerden aufbewahrt werden. Eine verantwortungsvolle Anwendung schützt die betroffene Person und reduziert Resistenzrisiken.
Bei einer versehentlichen zusätzlichen Dosis sollten Betroffene nicht eigenständig mit weiteren Einnahmen gegensteuern. Mögliche Beschwerden können Magen-Darm-Symptome, Schwindel oder andere unerwünschte Wirkungen sein. Die Packung sollte bereitgehalten und zeitnah die Apotheke, ärztliche Praxis oder Vergiftungsinformationszentrale kontaktiert werden.
Bei Bewusstseinsstörungen, Atemproblemen, Krampfanfällen oder Zeichen einer schweren allergischen Reaktion ist unverzüglich der Notruf 144 zu wählen. Bei Kindern ist auch bei zunächst unauffälligem Zustand eine rasche fachliche Einschätzung wichtig. Erbrochenes sollte nicht ohne ausdrückliche medizinische Anweisung herbeigeführt werden.
Alternativen zu Minocin
Welche Alternative geeignet ist, hängt von der Erkrankung, dem vermuteten Erreger, Allergien und individuellen Risiken ab. Bei Akne kommen beispielsweise lokale Wirkstoffe, andere Antibiotika oder nicht antibiotische Behandlungsoptionen infrage. Eine Alternative ist nicht automatisch besser, nur weil sie anders wirkt.
Bei bakteriellen Infektionen können andere Antibiotikagruppen angezeigt sein, wenn Resistenz, Unverträglichkeit oder Gegenanzeigen gegen Minocyclin vorliegen. Die Entscheidung sollte möglichst auf Diagnose und, wenn verfügbar, Erregernachweis beruhen. Selbstständig verbliebene Antibiotika zu wechseln oder zu kombinieren ist nicht sicher.
Nicht jede Hautentzündung oder Atemwegsbeschwerde benötigt ein Antibiotikum. Pflegemaßnahmen, symptomorientierte Behandlung oder eine gezielte fachärztliche Abklärung können je nach Ursache angemessener sein. Eine Beratung verhindert, dass wichtige Differenzialdiagnosen übersehen werden.
Rezeptpflicht und sichere Bestellung in Österreich
Minocyclin-haltige Arzneimittel sind in Österreich üblicherweise verschreibungspflichtig. Minocin kann daher nicht seriös und rechtmäßig ohne Rezept abgegeben werden. Angebote, die eine Abgabe ohne die erforderliche Verordnung versprechen, sollten kritisch geprüft und gemieden werden.
In unserer Apotheke kann eine Bestellung nach Prüfung einer gültigen ärztlichen Verordnung vorbereitet werden. Für die Versorgung sind die Arzneimitteldaten, die verordnete Stärke und gegebenenfalls Rückfragen zur Anwendung relevant. Die konkrete Abgabe richtet sich nach den geltenden österreichischen Vorschriften und der Verfügbarkeit.
Eine Arzneimittelbestellung online kann Wege sparen und ermöglicht eine nachvollziehbare Übermittlung der erforderlichen Angaben. Sie ersetzt jedoch weder die ärztliche Diagnose noch die pharmazeutische Beratung. Bei unklarer Verordnung oder neuen Beschwerden sollte vor der Bestellung Rücksprache gehalten werden.
Kostenorientierung und Vorteile der Apothekenbestellung
Die Kosten für Minocyclin können zwischen Packungsgrößen, Herstellern, Stärken und Apotheken variieren. Vergleichsangaben anderer Internetanbieter sind nur als Orientierung zu verstehen, da sich Verfügbarkeit, Versandbedingungen und Erstattungsregeln ändern können. Bei erstattungsfähigen Verordnungen können zudem persönliche Versicherungsbedingungen maßgeblich sein.
Eine Bestellung über eine geprüfte Apotheke bietet nachvollziehbare Produktinformationen, fachliche Ansprechpartner und eine kontrollierte Lieferkette. Besonders bei Antibiotika ist diese Sicherheit wichtiger als ein isolierter Kostenvergleich. Seriöse Anbieter verlangen die nötigen Unterlagen und machen keine unrealistischen Heilversprechen.
Vor dem Absenden der Bestellung sollten Arzneiname, Stärke, Menge, Lieferadresse und Kontaktdaten kontrolliert werden. Auch Hinweise zu Versandkosten, Lieferzeit und möglichen Rückfragen sollten klar ersichtlich sein. Arzneimittel dürfen nicht verwendet werden, wenn die Verpackung beschädigt wirkt oder Zweifel an der Echtheit bestehen.
Bestellablauf und Sendungsverfolgung
Für eine geordnete Bestellung werden zunächst die Angaben der ärztlichen Verordnung mit dem gewünschten Präparat abgeglichen. Anschließend erfolgt die pharmazeutische Prüfung nach den geltenden Anforderungen. Erst danach kann die Lieferung entsprechend der verfügbaren Versandoptionen veranlasst werden.
Nach dem Versand erhalten Kundinnen und Kunden üblicherweise eine Versandbestätigung mit Informationen zur Zustellung. Soweit der gewählte Versanddienst dies unterstützt, kann eine Sendungsverfolgung bereitgestellt werden. Persönliche Gesundheitsdaten sollten dabei nur über geschützte Kommunikationswege übermittelt werden.
Bei Verzögerungen, beschädigten Sendungen oder Fragen zur Lagerung während des Transports sollte die Apotheke kontaktiert werden. Arzneimittel sollten nach Erhalt zeitnah auf Vollständigkeit und Unversehrtheit geprüft werden. Eine bereits begonnene Therapie darf wegen einer Lieferverzögerung nicht eigenmächtig unterbrochen oder durch fremde Medikamente ersetzt werden.
Richtige Lagerung und verantwortungsvoller Umgang
Minocin sollte in der Originalverpackung, trocken und vor Licht geschützt aufbewahrt werden. Die auf der Packung angegebenen Lagerhinweise und das Verfalldatum sind verbindlich. Medikamente gehören außerhalb der Sicht- und Reichweite von Kindern aufbewahrt.
Feuchtigkeit und starke Wärme können die Qualität von Arzneimitteln beeinträchtigen. Das Badezimmer ist wegen der wechselnden Luftfeuchtigkeit häufig kein idealer Aufbewahrungsort. Das Präparat sollte nicht in andere Behälter umgefüllt werden, wenn dadurch wichtige Kennzeichnungen verloren gehen.
Nicht mehr benötigte oder abgelaufene Kapseln und Tabletten dürfen nicht über Toilette oder Waschbecken entsorgt werden. Eine Apotheke kann über örtlich geeignete Entsorgungswege informieren. Das Medikament sollte niemals an andere Personen weitergegeben werden, auch wenn die Beschwerden ähnlich erscheinen.
Häufige Fragen zu Minocin
Ist Minocin ein Penicillin?
Nein. Minocin enthält Minocyclin, ein Antibiotikum aus der Gruppe der Tetrazykline, und ist chemisch nicht mit Penicillinen verwandt. Ob es bei einer bekannten Penicillinallergie geeignet ist, sollte dennoch ärztlich oder pharmazeutisch abgeklärt werden.
Hilft Minocin auch bei Erkältung, Grippe oder anderen Virusinfektionen?
Minocin wirkt gegen bestimmte Bakterien, nicht gegen Viren. Bei Erkältung oder Grippe ist ein Antibiotikum daher in der Regel nicht wirksam; entscheidend ist eine medizinische Einschätzung der Ursache der Beschwerden.
Wann ist vor einer Behandlung mit Minocin ein Erregernachweis sinnvoll?
Bei bestimmten, wiederkehrenden oder schwer verlaufenden Infektionen kann eine Probe mit Resistenztest helfen, das passende Antibiotikum auszuwählen. Ob dies erforderlich ist, hängt unter anderem vom Infektionsort, dem Krankheitsverlauf und bisherigen Behandlungen ab.
Kann Minocin vorsorglich nach einem möglichen Kontakt mit Bakterien eingenommen werden?
Eine vorsorgliche Einnahme ist nicht für jede Exposition geeignet und sollte nicht in Eigenregie erfolgen. Antibiotika werden nur in klar definierten Situationen vorbeugend eingesetzt, weil unnötige Anwendung Resistenzen fördern und Risiken verursachen kann.
Ist Minocin bei einer Penicillinallergie automatisch eine geeignete Alternative?
Nicht automatisch. Zwar gehört Minocyclin nicht zu den Penicillinen, doch die Wahl eines Antibiotikums richtet sich nach der vermuteten Erregerart, dem Infektionsort, individuellen Risiken und gegebenenfalls Testergebnissen.
Darf ich Minocin mit einer anderen Person teilen?
Nein. Eine Antibiotikabehandlung ist auf die jeweilige Diagnose, Dosierung und Behandlungsdauer abgestimmt; übrige Kapseln oder Tabletten sollten daher nicht weitergegeben werden. Dies verhindert Fehlbehandlungen und hilft, Antibiotikaresistenzen zu begrenzen.
Kann ich während einer Behandlung mit Minocin Blut spenden?
Ob eine Blutspende möglich ist, entscheidet in Österreich der jeweilige Blutspendedienst anhand der aktuellen Erkrankung, der Behandlung und des allgemeinen Gesundheitszustands. Informieren Sie den Dienst unbedingt über Minocin und den Grund der Einnahme.
Muss ich vor einer Zahnbehandlung oder Operation auf Minocin hinweisen?
Ja. Teilen Sie Zahnärztin, Zahnarzt oder dem Operationsteam mit, dass Sie Minocin einnehmen, sowie den Behandlungsgrund. So können Beschwerden, geplante Medikamente und der Zeitpunkt eines Eingriffs angemessen berücksichtigt werden.
Kann ich mit Minocin verreisen?
Für Reisen empfiehlt es sich, Minocin in der Originalverpackung zusammen mit dem Beipackzettel und gegebenenfalls einer ärztlichen Bestätigung mitzunehmen. Bei Reisen außerhalb Österreichs können für verschreibungspflichtige Arzneimittel Einfuhrbestimmungen gelten; diese sollten vor der Abreise geprüft werden.
Ist Minocin bei Chlamydien immer die richtige Behandlung?
Minocyclin kann gegen bestimmte bakterielle Erreger wirksam sein, aber die geeignete Therapie bei einer sexuell übertragbaren Infektion richtet sich nach Diagnose und aktuellen Behandlungsleitlinien. Eine Untersuchung, gezielte Behandlung und gegebenenfalls die Mitbehandlung von Kontaktpersonen sind wichtig.
Beeinflusst Minocin Impfungen?
Antibiotika beeinträchtigen die Wirkung der meisten üblichen Impfungen nicht unmittelbar. Bei einer akuten, stärker ausgeprägten Erkrankung oder bei besonderen Impfstoffen kann der richtige Zeitpunkt jedoch individuell zu beurteilen sein; fragen Sie bei der Impfstelle oder in der Apotheke nach.
Pharmazeutische Prüfung
Die Inhalte dieser Produktseite zu Minocin wurden am 24. Februar 2025 fachlich geprüft und auf eine sachliche, verständliche Darstellung für Patientinnen und Patienten in Österreich abgestimmt.
| Fachliche Prüfung | Angabe |
|---|---|
| Geprüft durch | Mag. pharm. Katharina Leitner |
| Berufsbezeichnung | Magistra der Pharmazie |
| Berufskennzeichen | APO-AT-274918 |
| Berufsorganisation | Österreichische Apothekerkammer |
Die Prüfung umfasst insbesondere Hinweise zu Wirkstoff, Anwendung, Gegenanzeigen, möglichen Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und dem verantwortungsvollen Umgang mit dem verschreibungspflichtigen Arzneimittel.
Hinweis: Diese Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine persönliche Beratung oder Untersuchung durch eine Ärztin oder einen Arzt.
Apothekenstandort und Öffnungszeiten
Für Minocin finden Sie unsere Apotheke in 1010 Wien.
Adresse: Stubenring 24, 1010 Wien, Wien, AT
| Tag | Öffnungszeiten |
|---|---|
| Montag–Freitag | 08:00–18:00 Uhr |
| Samstag | 08:00–12:00 Uhr |
